

Eberhard Ritter
In den Sommerferien 2007 waren meine Frau und ich in Kenia, in Ukunda, und besuchten dort auch unsere Partnerschule, die Mwakigwena Primary School. Die finanzielle Unterstützung der Schule läuft über den Verein „Wir helfen in Ukunda e.V.“.
Es war geplant, dass als nächste Unterstützungsmaßnahme eine angefangene Mauer um das Schulgelände weiter gebaut wird. Die Mauer ist sinnvoll, weil das Schulgelände als Durchgangsweg für den angrenzenden Markt benützt wird und so zu oft zu viele Schulfremde auf dem Gelände sind. Kurz bevor wir los fuhren, bekam ich aber Zweifel: Ist es für eine Schule nicht viel wichtiger, genügend Klassenzimmer zu haben? Seit vor etwa 5 Jahren in Kenia per Gesetz das Schulgeld abgeschafft wurde, hat sich an der Mwakigwena-Schule die Schülerzahl etwa verdoppelt, aber es wurden nicht mehr Räume gebaut! Die Schule muss im Schichtbetrieb arbeiten, weil es nicht genügend Klassenzimmer gibt. Ich telefonierte noch schnell mit anderen Vereinsmitgliedern, die stimmten meinen Überlegungen zu, und ich bekam den Auftrag, dort an Ort und Stelle zu entscheiden, was getan werden soll ...

Ilonka Remmert 20.3.2008
Im März 2008 war ich in Ukunda und besuchte die Mwakigwena-Primary-School zum ersten Mal. Sie liegt sehr zentral und erfährt somit auch Hilfe von Touristen, die sich jenseits des Hotels bewegen. Wie in der Bildergalerie zu sehen ist, befindet sie sich bereits in einem guten Zustand.
Hier sitzen alle Schüler in Bänken, die Klassenräume haben Ober- böden, es gibt Schränke, Regale, Tafeln... "Wir helfen in Ukunda" hat hier bereits viel geleistet und plant nun noch den Bau eines weiteren Klassenraumes, sowie die Fertigstellung der Schulmauer, damit das Gelände vor unliebsamen Besuchern geschützt ist.

Fabian Dörr 24.7.2008
In den letzten Wochen konnten die Mädchentoiletten renoviert werden. Ebenso wie in den neu errichteten Jungentoiletten wurden Wasch- becken installiert. Es stehen nun jeweils sechs Toiletten zur Verfügung. Bei den Jungen sind des weiteren Stehklos angebracht worden.
Um die Bevölkerung, die die neu errichteten Toiletten verbotener Weise nutzt, vom Schulgelände fern zu halten, ist es dringend nötig, die Mauer um die Schule herum zu vollenden. Allerdings ist es wünschenswert, um Kosten zu sparen, das ebenfalls geplante Klassenzimmer als Teil der Mauer, einzubinden. Masoud, unser Mann vor Ort, steht in engem Kontakt mit den Verantwortlichen der Schule und mit den Bauarbeitern, so dass alle Projekte zügig und mit fairen Preisen für alle Beteiligten durchgeführt werden.
Ich hatte die Möglichkeit einige Klassen zu besuchen und konnte auch die aus Ulm mitgebrachten Briefe an die Kinder verteilen. An meinem letzten Tag besuchte ich die Schule erneut und es war mir möglich, für die Ulmer Schüler die kenianischen Antwortbriefe einzusammeln.
Das Projekt stellt sich im Vergleich zum letzten Jahr deutlich verbessert dar und kann mit weiterer Unterstützung unsererseits in den nächsten Monaten vollendet werden.

Ilonka Remmert 19.12.2008
Im November 2008 war ich jetzt für 3 Wochen vor Ort und konnte die Projekte selbst besichtigen. Die neuen Jungentoiletten sowie die renovierten Mädchentoiletten sehen sehr ordentlich aus, heben sich von den alten natürlich ab und werden von den Schülern bevorzugt aufgesucht, wie mir Schulleiterin Ali Mwanarusi sagte.
Um den Neubau (Klassenzimmer mit angebautem Lagerraum) gab es sowohl bei den Kindern als auch den Lehrpersonen "Gerangel", wem das schöne Klassenzimmer zum neuen Schuljahr zur Verfügung stehen solle. Die Schulleitung hat nun eine Entscheidung gefällt, wie es Anfang Januar weitergehen soll. An dieser Schule steht nun jeder Klasse ein eigener Raum zur Verfügung. Die Schulleitung ist sehr dankbar für unsere Hilfe.

Ilonka Remmert 25.08.2009
An die Mwakigwena konnte ich im Juli 2009 nach Ankunft unseres Containers neben reichlich Sach- und Kleiderspenden, Spielzeug und Schuhen auch die gewünschten Computeranlagen aushändigen. Für die Computer soll nun ein Raum mit Stromanschlüssen und Möbeln ausgestattet werden. Zuvor werden aber noch einige Lücken in der Schulmauer geschlossen, um die Sicherheit zu erhöhen.

Ilonka Remmert 23.12.2009
Für 3 Wochen war ich Nov./Dez. erneut in Ukunda.
Letzte Lücken der Schulmauer waren unverzüglich im August geschlossen worden, um die Schule im Bereich der von uns gebauten Klassenräume noch einbruchsicherer zu machen. So wurde u.a. dieser Bretterzaun, der auf dem nebenstehenden Bild noch zu sehen ist, durch eine massive Steinmauer ersetzt.
Im Dezember starteten wir dann mit dem Neubau für den Computer- raum. Bis zu meiner Abreise war ein Großteil des Rohbaus schon fertiggestellt.

Ilonka Remmert 5. März 2010
Seit Februar 2010 sind die Bau- maßnahmen abgeschlossen und der Unterricht konnte aufgenommen werden.
Ilonka Remmert 14. Dez. 2010
Jetzt im November besuchte ich die Mwakigwena erneut. Der Computer-unterricht findet nachmittags statt, wird von einem Fachlehrer abgehalten und macht den Kindern Freude.
Derzeit stehen an dieser Schule keine weiteren Projekte an, die vom Verein unterstützt werden müssten, zumal hier noch viele andere Gruppen außer uns helfen.