Ilonka Remmert,  März 2008

Während im Oktober 2007 noch 70 Kinder den Kindergarten an der Bongwe-Primary-School besucht hatten, waren es im Februar 2008 nur noch 25. Und auf meine Frage nach dem "Warum?" bekam  ich zur Antwort, viele Kinder seien an Malaria oder anderen  Krankheiten gestorben, oder einfach verhungert!! Die Eltern sind nicht einmal in der Lage ein Essen zum Preis von 20 Cent  am Tag zu bezahlen.

Daraufhin habe ich mit Rücksprache des Vereins ein "feeding-programme" gestartet. Für vorerst 3 Monate ist dieses Projekt nun gesichert. Täglich bekommen nun 50 Kinder eine Mahlzeit aus Maismehl, Zucker und Milch und können so vor dem Verhungern bewahrt werden. Pro Monat kostet das ganze 140,00 Euro!!

Eine Mutter bereitet das Essen, spült die Tassen... und verdient sich damit wöchentlich 200 KSH (knapp 2 Euro) Damit ist dann schon wieder die Existenz einer Familie gesichert!! Unvorstellbar für unsere Lebensverhältnisse.

Zur ersten Essensausteilung kamen fast alle  Kinder in ihrer einzigen  Festtagskleidung zum Kindergarten!

 

 

 

 

Fabian Dörr, Juli 2008

Das von uns eingeführte Feeding Programm trägt Früchte. So begannen wir mit 25 Schülern im Alter von 4 - 7 Jahren. Mittlerweile besuchen mehr als 40 Kinder den Unterricht, weil sie wissen, dass es Schlag zehn Uhr etwas zu Essen gibt. Wir können also nicht nur einer großen Zahl von kleinen Kindern eine warme Mahlzeit garantieren, sondern bringen auf dem zweiten Weg die Bildung zu den Kindern, die ohne unsere Offensive sicherlich niemals in die Schule gegangen wären.

In sehr angenehmen Gesprächen mit den Verantwortlichen der Schule, diskutierte ich die bereits vollendeten und begonnenen Projekte; auch ein Blick in die Zukunft war möglich, so wurde mir mitgeteilt, dass dringend weitere Klassenräume benötigt werden, die Anzahl der vorhandenen Schulbänke nicht mehr ausreichend ist und auch ein Zaun wünschenswert wäre, der die Kinder vor den Belästigungen der, in der Umgebung lebenden Menschen schützt. Als erstes Resümee ziehe ich sehr positive Erfahrungen mit allen Verantwortlichen und bereichernde Begegnungen mit den Schulkindern, die alle sehr dankbar über unsere Hilfe sind.

 

 

 

 

Ilonka Remmert , Dezember 2008
Weiterhin wird täglich um 10 Uhr im Kiga das Essen ausgegeben, und die Kinder genießen es sehr. Es schmeckt auch gut!! Ich habe es - unter Jubel der Kinder - selbst auch probiert. Während meines Aufenthaltes  im  Nov. war ich dreimal dort, um mir alles genau anzusehen. Das Essen wird nun in einem Unterstand, der an den Kiga angebaut wurde, zubereitet Das Essensprogramm läuft auch während der Schulferien. Lehrer und Erzieher haben dann zwar frei, aber die "Essensmama" arbeitet weiter.
Einen Koffer voll Spielzeug konnte ich schon mal mitbringen. Beim Einführen der Spiele hatten wir alle mächtig Spaß.
Es fehlen nun noch Tische mit Stühlchen für die Kleinen, damit sie auch richtig spielen können. Zur Zeit sitzen sie in Bänken oder nur so auf dem Boden. Eine Schaukel, eine Wippe o.ä. für draußen wäre auch wunderschön...Und ordentliche Toiletten wären ebenfalls wünschenswert!

 

 

 

Ilonka Remmert 25.08.2009

Bei meinen Besuchen im Kindergarten, Juni/Juli 2009, lernte ich unsere diesjährigen Kinder- gartenkinder kennen. Sie haben schon einen wesentlich besseren Start als ihre Vorgänger, denn der Raum ist inzwischen mit geeigneten Tischchen und Stühlen ausgestattet. Es sind nun Spiel- und Lernmaterialen vorhanden und weiterhin gibt es täglich eine warme Mahlzeit gratis.
Zur Zeit versorgen wir etwa 50 Kinder, aber es werden ständig mehr. So steht auf der Wunschliste u.a. ein Erweiterungsbau für den Kindergarten.
Für die Essensküche haben wir einen Propan-gasherd geschenkt bekommen, der das Kochen natürlich ungemein erleichtert, wenn die geplante Küche erst einmal gebaut worden ist.

 

 

 

Ilonka Remmert 23.12.2009
Auch die Kleinen waren bei meinem Besuch im Nov./Dez. mit Tests beschäftigt, die zeigen sollten, ob man im neuen Jahr bereits Schulkind wird oder noch im Kiga verweilt.
Es war so erfeulich zu sehen, dass die Spenden: Schultaschen, Spielsachen, Schuhe etc überall benutzt wurden.
Jeweils um 10.00 Uhr wurde das Essen mit Genuss verspeist. Nach der diesjährigen  Dürre sind die Kosten für Grundnahrungsmittel stark gestiegen, und so ist diese Mahlzeit für die Kinder noch wichtiger geworden.
Der Wunsch nach dem Bau  einer neuen Küche ist momentan in den Hintergrund getreten. Viel wichtiger ist  der Schulleiterin zunächst, dass "reichlich Essen" im Topf ist. So haben wir erst einmal den Monatsbeitrag für die Lebensmittel erhöht.

 

 

 

Ilonka Remmert 19.7.2010

Um die Gesundheit der Kleinen im Kiga  weiter zu stärken, wurde ein Vorsorgeprogramm entwickelt. Im Mai fand in der Bongwe dazu die erste Info-Veranstaltung statt. Dr, Mwakoma gab den Eltern  eine Einführung und untersuchte die Kinder erstmals. Das soll nun jährlich dreimal erfolgen.

 

 

 

Im August 2010 konnte während der Ferien der Kiga-Raum gründlich renoviert werden. Der Verein trug die Materialkosten, Eltern führten die Arbeit aus. Siehe: Fotos aller Projekte, Renovierung

 

 

 

 

Ilonka Remmert 15.12.2010

Ende Oktober führte Dr. Mwakoma die zweite Vorsorgeuntersuchung im Kiga durch. Die Kleinen wurden gemessen, gewogen und bekamen Vitamin- und Entwurmungspräparate. Da viele unter "jigger" oder Hauterkrankungen  litten, kauften wir entsprechende Medikamente, um  diese Kinder sofort zu behandeln.

Große Freude herrschte, als die Sachspenden des Containers verteilt wurden.

Das kostenfreie Essen hat dazu geführt, dass die Zahl der Kinder weiter ansteigt und wir nun dringend einen zweiten Kindergartenraum benötigen. Die Planungen sind bereits abgeschlossen. Allerdings fehlt noch ein Teil des Geldes.

 

 

 

 

Ilonka Remmert 4.4.2011

Im Februar starteten wir den An- und Umbau am Kindergarten.

Voller Freude stand ich im März  mit dem neuen Schulleiter der Bongwe, Mr. Mwandege, vor dem fertigen Gebäudekomplex.

Während der Bauzeit waren die Kleinen in der Nähstube untergebracht. Mittlerweile sind die  Möbel fertig, die Kinder sind in den Neubau  ein- gezogen und können jetzt in 2 Gruppen  unterrichtet werden.

 

Dieses Projekt verdanken wir nicht nur unseren treuen Spendern, sondern auch der Stiftung "pro Afrika", die uns hierbei mit einer großen Spende unterstützte.